Am 9. Juni 2026 fand in der MEDIO.RHEIN.ERFT in Bergheim die Auftaktkonferenz des Projekts IN4climate.RR statt. Das von NRW.Energy4Climate und dem Wuppertal Institut umgesetzte Vorhaben verfolgt das Ziel, die Industrie im Rheinischen Revier auf ihrem Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen. Neben Industrieunternehmen sollen auch Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Energieversorger und weitere regionale Akteure in den Transformationsprozess eingebunden werden.
Auch das INGRAIN-Netzwerk war bei der Auftaktkonferenz vertreten und beteiligte sich am Austausch über mögliche Kooperationsansätze und gemeinsame Transformationsprozesse im Rheinischen Revier.
In sechs Workshops befassten sich die Teilnehmenden mit den Themen Resilienz, Kunststoffverwertung, Wasserstoff, industrielle Kooperation, Finanzierung und Förderung sowie Prozesswärme. Die Workshops bildeten zugleich den Auftakt für Zukunftslabore, in denen Akteure aus der Region in den kommenden vier Jahren gemeinsam an konkreten Fragestellungen und Lösungsansätzen arbeiten sollen.
INGRAIN als Beispiel für sektorübergreifende Zusammenarbeit
Im Themenfeld der sektorübergreifenden industriellen Kooperation wurde INGRAIN als Beispiel für die Vernetzung von Agrar-, Textil- und Lebensmittelwirtschaft vorgestellt. Das Bündnis zeigt, wie unterschiedliche Branchen gemeinsam an neuen Stoffkreisläufen, Wertschöpfungsansätzen und nachhaltigen Produkten arbeiten können.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Projekt CellBag. Darin wird der Einsatz von Gemüsenetzen aus holzbasierten Cellulosefasern untersucht. Die vom Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen entwickelte Lösung soll eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kunststoffnetzen ermöglichen.
Die Auftaktkonferenz bot dem INGRAIN-Netzwerk die Gelegenheit, bestehende Erfahrungen einzubringen, neue Kontakte zu knüpfen und Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit im Rheinischen Revier zu identifizieren.
